• Neues Pilotprojekt von time:matters kombiniert Rad und Schiene für effiziente und umweltfreundliche Eiltransporte

Neu-Isenburg, 21. April 2004 – 20 Fahrradkuriere aus Köln können ihren Kunden jetzt einen Zustellservice binnen weniger Stunden fast in ganz Deutschland anbieten. Der „Trick“: Die Kuriere radeln nicht etwa quer durch die Republik, sondern übergeben die Eilsendungen am Kölner Hauptbahnhof an den ic:kurier-Service von time:matters, einer Tochtergesellschaft der Lufthansa Cargo AG. Der Zug bringt das eilige Frachtgut an jede der rund 140 ic:kurier Stationen in Deutschland. So ist ein Vertrag, eine Filmkopie, eine vergessene Lesebrille, ein Notebook, ein Ersatzteil oder jede andere eilige Sendung in kurzer Zeit beim Empfänger – z.B. von Köln nach München in nur 4 ½ Stunden.Bei den 20 Kurier-Radlern handelt es sich um die Pedaltreter des Kölner Fahrradkurierservice Bike Syndikat (www.bikesyndikat.de), die das Projekt federführend für die Kölner Radkuriere übernommen haben. Die Lufthansa Cargo-Tochter time:matters wird in einem mehrmonatigen Pilotversuch in Köln die innovative Logistik-Kombination aus Fahrrad und Bahn testen, bevor der Service auch in anderen Städten eingeführt wird. Der Pilotversuch wurde mit Unterstützung des Netzwerks Fahrradkurierdienste NRW initiiert, das vom Bundesverband der Fahrradkurierdienste (bdf) e.V. gemeinsam mit dem Rhein-Ruhr-Institut für Sozialforschung und Politikberatung (RISP) e.V. durchgeführt wird. Es wird durch das nordrhein-westfälische Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) als Beitrag zur landesweiten Umsetzung der Agenda 21 NRW gefördert. Der Fahrrad-Bahn-Eildienst ist in erster Linie für Unternehmen konzipiert, die in der Innenstadt nicht weiter als etwa 5 km vom Bahnhof entfernt ihren Sitz haben. Vor allem in den Stoßzeiten sind Zweirad-Kuriere meist schneller als das Auto, das die Eilsendungen bei größeren Entfernungen abholt bzw. zustellt. time:matters bietet den ic:kurier heute schon bundesweit als Tür-zu-Tür-Service an, um dringende Sendungen noch am selben Tag in ganz Deutschland zu transportieren. Auf Langstrecken bietet time:matters auch die Beförderung per Flugzeug an, und dies europaweit. Mit der Kombination aus Fahrrad und Bahn setzt time:matters auf zwei besonders umweltfreundliche Transportmittel. Der bdf stellt die jährliche Ökobilanz für die deutschen Radkuriere wie folgt auf: 3,5 Mio. Sendungen werden über 17 Mio. Kilometer befördert, was 1,5 Mio. Liter Kraftstoff gegenüber dem Pkw-Transport einspart. Ein einzelner Radkurierdienst legt am Tag durchschnittlich 622 km zurück und erspart der Umwelt somit rund 185 kg CO2. Für den ic:kurier ergeben sich vergleichbare Umweltvorteile gegenüber dem Auto. Ab einer Entfernung von ca. 150 Kilometer ist die Rad-Bahn-Kombination zudem nicht nur umweltbewusster, sondern im Allgemeinen auch preiswerter als der Kfz-Transport, und bietet daher neben ökologischen auch ökonomische Vorteile.

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