High-Speed-Logistik für den planbaren Notfall

Notfall-Logistik
Immer enger getaktete Herstellungsabläufe mit punktgenauer Bereitstellung extern produzierter Teile machen heutige Fertigungsverfahren vielfach sensibler und störanfälliger als im Vergleich zu kostspieliger Lagerhaltung und örtlicher Zentrierung. Ganz zu schweigen von den immensen wirtschaftlichen Schäden, die eintreten können, wenn infolge nicht pünktlich gelieferter Komponenten ganze Produktionsabläufe zum Erliegen kommen. Der Faktor Zeit gewinnt somit zunehmend an Gewicht. Das gilt in immer mehr Wirtschaftszweigen. Zu den für Outsourcing-Strategien prädestinierten «klassischen» Branchen wie Automobil-Zulieferindustrie, Maschinenbau und Elektrotechnik gesellen sich nach und nach andere Bereiche, wie die Herstellung medizinischer und pharmakologischer Produkte.

Zwei Beispiele für viele
Ein Dentallabor in der norddeutschen Hansestadt Lübeck unterhält eine Produktionsstätte in der philippinischen Hauptstadt Manila. Deutsche Qualitätsmassstäbe zu erheblich günstigeren Kosten. Zwischen der Abholung des Gebissabdrucks beim Zahnarzt und der Auslieferung des fertigen Zahnersatzes dürfen in der Regel kaum mehr als anderthalb Wochen vergehen. Den Löwenanteil dieser Zeitspanne nimmt die eigentliche Anfertigung des Zahnersatzes in Anspruch, daher bleibt für den Transport wenig Zeit.
Noch kniffliger sind solche Fälle, in denen aus «Frischhaltegründen» keinerlei Zeitverzug erfolgen darf. Wie etwa  bei einem in Brüssel hergestellten Medikamenten-Grundstoff, der nur an einer zweiten Fertigungsstätte in Chicago weiterverarbeitet werden kann – und zwar produktionsfrisch innerhalb kürzester Zeit.   

Nur «geplante Notfälle» werden erst  gar keine, sondern bleiben «imaginär»
Der monatliche Produktionswert des pharmazeutischen Grundstoffs aus dem Beispielszenario liegt im dreistelligen Millionen-US-Dollar-Bereich. Jeder Tag Verspätung würde einen Umsatzverlust von mehreren Millionen US-Dollar bedeuten. Darum heisst «planbarer Notfall» für uns:lückenlose Identifizierung jener Stellen in der Prozesskette, an denen es zu Engpässen kommen kann. Diese «imaginären Notfälle» werden genau durchgespielt, um die speziell für diese Fälle individuellen und massgeschneiderten Lösungen zu entwerfen.  So entsteht aus klassischen Engpass- oder Last-Minute-Einsätzen nach und nach ein in viele Supply Chains fest integriertes Standardelement. Notfall-Logistiklösungen können künftig also nicht mehr nur in unplanbaren Szenarien und bei Ad-hoc-Anfragen zum Einsatz kommen; vielmehr entwickeln sie sich als reguläre Dauerleistung zunehmend zum integralen Bestandteil logistischer Prozessketten.

Lesen Sie hier weitere  Praxisbeispiele  [1]

 

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Quellen URL: http://www.time-matters.com/de/Transportloesungen_fuer_den_Notfall

Links:
[1] http://www.time-matters.com/de/transport/notfalllogistik/erfolgsgeschichten-notfall