April 2010 – die Zeit der Aschewolke. Flughäfen in Europa sind gesperrt, es gibt kaum noch reguläre Flugverbindungen. Doch für einen Patienten in einem Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen tickt die Uhr. Er wartet auf ein dringend benötigtes Stammzellentransplantat. Ein passender Spender ist bereits gefunden und steht in Großbritannien für die Entnahme der Blutstammzellen bereit. Auch die Abholung des Transplantates ist bereits geplant, doch die gebuchten Flüge für den Onboard-Kurier werden kurzfristig gestrichen. Wie aber kommt die Stammzellenspende zum Patienten, wenn die Zeit knapp ist, fast der gesamte Luftverkehr in Europa still steht, keine Fähren mehr fahren, der Landweg also geschlossen und selbst der Eurostar ausgebucht ist?
Ungewöhnlichen Situationen erfordern ungewöhnliche Lösungen – und einen Dienstleister, der entsprechende Konzepte kurzfristig entwickeln und professionell umsetzen kann. Genau das ist die Stärke von time:matters – maßgeschneiderte Kundenlösungen in komplexen sowie zeitkritischen logistischen Situationen.
Schnell stellt ein time:matters Mitarbeiter die Verbindung zu einem Flug-Kapitän her und überzeugt diesen, den Onboard-Kurier bei seinem wichtigen Auftrag zu unterstützen. Aufgrund der angespannten Situation im Luftverkehr kommt nur ein Charterflug mit einer kleinen Maschine infrage, es gilt auf Sichtflughöhe unterhalb der Aschewolke zu fliegen. Kein Problem für den routinierten Kapitän – als leidenschaftlicher Sportflieger besitzt er einen entsprechenden Pilotenschein und noch dazu das passende Flugzeug – eine Beechcraft „Bonanza“.
Ausgestattet mit einem speziellen Behälter für den Transport der empfindlichen Fracht machen sich Pilot und Onboard-Kurier gemeinsam auf den Weg nach England. Nach ihrer Ankunft werden dem Spender die sensiblen Blutstammzellen entnommen, die dem Empfänger in Deutschland nun in weniger als 72 Stunden transplantiert werden müssen. Um 8:25 Uhr nimmt der Kurier die wertvolle Sendung entgegen.
Bereits um 14:30 Uhr am selben Tag, nur gut 6 Stunden nach der Abholung in England, stellt er die Blutstammzellen im Krankenhaus in Nordrhein-Westfalen zu, wo die Ärzte kurz darauf mit den Transplantationsvorbereitungen beginnen können. Die Operation verläuft erfolgreich und der Patient, seine Familie und auch die Ärzte sind begeistert vom schnellen und zuverlässigen time:matters-Service.